Uganda · in Umsetzung

Medizin- und Schultruck

Zwei Fahrzeuge, die Versorgung dorthin bringen, wo keine Straße hinführt. Die Anschaffung ist bezahlt. Jetzt entscheidet sich, wie oft sie rausfahren.

  • Anschaffung und Umbau — zum größten Teil finanziert
  • Ein Medizintruck, ein Schultruck
  • Umbau abgeschlossen — auf dem Weg nach Uganda
Das eigentliche Problem

Das eine ist zu weit weg. Das andere kommt gar nicht erst.

Es gibt Schulen in der Region — und seit März einen Kindergarten, den wir selbst gebaut haben. Nur ist der Weg dorthin für die Kleinsten zu weit und zu gefährlich. Und eine Gesundheitsversorgung, die ins Dorf kommt, gibt es überhaupt nicht. Wer zur Ärztin will, verliert einen ganzen Tag. Am Ende bleibt zu Hause, wer eigentlich hin müsste.

die letzte Meile Das Dorf wo die Kinder leben Klinik & Schule wo die Hilfe wartet
  • Das Dorfwo die Kinder leben
  • Die letzte Meilezu Fuß, über Pisten
  • Klinik & Schulewo die Hilfe wartet
Die Versorgung kommt zu den Menschen

Bisher muss ein Dorf den Weg ins Gesundheitssystem finden. Wir drehen die Richtung um: Der Medizintruck hält dort, wo die Familien wohnen — Untersuchung, Impfung und Medikamente vor der eigenen Tür.

Ein Schulweg, der sicher ist

Im Juli 2026 kamen in Ostuganda 20 Schulkinder und eine Begleitperson ums Leben, als ihr Bus von der Straße abkam und umstürzte (Bericht). Unser Schultruck ist dafür gebaut, was hier Straße heißt: Allradfahrgestell, feste Sitzbänke, Gurte, geschlossenes Dach.

Ein Abholdienst für die Kleinsten

Feste Halte, feste Zeiten, ein fester Tourenplan. Kein Kind muss allein an einer Piste warten, und keine Familie muss morgens abwägen, ob der Weg heute zu weit ist.

Der Medizintruck

Medizin, die ankommt

Stell dir vor, du hast Fieber. Dein Kind hustet seit Tagen. Oder du erwartest ein Baby. Der nächste Arzt ist Stunden entfernt — und es gibt keinen Weg dorthin. Kein Auto. Keine Straße. Kein Geld. Nur warten, hoffen, aushalten.

Genau da setzt der Medizintruck an: ein ausgebauter Geländewagen, der dort hält, wo es sonst keine Versorgung gibt. Untersuchungen, Medikamente, Gesundheitsberatung, kleine Eingriffe — direkt im Dorf, an einem festen Wochentag, damit die Menschen wissen, wann er kommt.

Kein Wartezimmer. Kein Anfahrtsweg. Keine Hürde, die zwischen einem Menschen und seiner Behandlung steht.

Geöffneter Medizintruck mit medizinischer Ausstattung für die Region Mityana
Visualisierung des geplanten Innenausbaus

Ein Stück Würde auf vier Rädern.

Der Schultruck

Bildung braucht Räder

In Uganda heißt Schulweg meistens: laufen. Täglich, bei Sonne und bei Regen, kilometerweit — auch für die Kleinsten.

Ein kleiner Van ist bereits im Einsatz. Er war als Übergangslösung gedacht, und genau so verhält er sich: zu wenig Platz, zu wenig Sicherheit, nicht geländetauglich. In der Regenzeit wird der Schulweg zur Mutprobe — Pisten werden zu rutschigen Hängen, der Van bleibt stecken oder fällt ganz aus. Und ein Kind, das nicht abgeholt wird, bleibt an diesem Tag zu Hause.

Der Schultruck ersetzt ihn: robust, geländegängig, wetterfest, mit Platz für alle. Ein Schulbus, auf den auch im November Verlass ist.

Der Schultruck der Jona Foundation auf einer Piste bei Mityana im Abendlicht
Visualisierung des geplanten Schultrucks
Aufnahme aus der Werkstatt in Willich
Gebaut, nicht gezeichnet

Das sind sie

Zwei Mercedes Arocs, Allradfahrgestell, gebaut für Strecken ohne Asphalt. Auf dem Hof stehen sie fertig umgebaut, in der Halle daneben liegt das zweite Fahrgestell auf der Bühne.

Bis hierher war der Truck eine Idee, ein Kostenvoranschlag, eine Zeichnung. Ab hier ist er ein Fahrzeug mit Kennzeichen, das nur noch an einen anderen Ort muss.

Stand der Umsetzung

Wo wir stehen

Das Meiste liegt hinter uns: Beide Fahrzeuge sind gebaut, umgerüstet und bezahlt. Jetzt geht es um Verschiffung, Papiere und die Menschen, die sie fahren werden — und wir zeigen es Schritt für Schritt.

01

Fahrzeuge beschafft

Erledigt

Zwei Mercedes Arocs mit Allradfahrgestell. Möglich wurde das, weil die Firma Osterath in Willich die Fahrzeuge vorfinanziert hat — wir mussten also nicht warten, bis die letzte Spende eingegangen war.

02

Umbau abgeschlossen

Erledigt

Bei Osterath sind aus zwei Fahrgestellen eine mobile Praxis und ein sicherer Schulbus geworden: Untersuchungsliege, Medikamentenschrank, Wasser- und Stromversorgung auf der einen Seite — Sitzbänke, Gurte und ein festes Dach auf der anderen.

03

Finanzierung fast beisammen

Läuft gerade

Der größte Teil ist zusammen. Möglich wurde das, weil Osterath Kauf und Umbau vorfinanziert hat — wir mussten nicht warten, bis die letzte Spende da war. Für den verbleibenden Teil sind wir gerade in den letzten Gesprächen. Was bereits geflossen ist, steht in den Jahresberichten.

Dein Beitrag

Wie weit fährst du mit?

Wir rechnen nicht in Spendenstufen, sondern in Kilometern: Dein Betrag wird zu Strecke, Strecke wird zu Dorfbesuchen, Dorfbesuche werden zu Kindern, die versorgt oder gefahren werden. Zieh den Regler.

Grundlage: Betriebskosten pro Kilometer inklusive Treibstoff, Wartung und Reifen. Die Werte stammen aus unserer Projektkalkulation und werden jährlich nachgeführt.

150Euro
300Kilometer auf der Piste
1Dorfbesuche
45Kinder erreicht
Unsere Antwort

Wir drehen die Richtung um

Statt die Menschen zur Versorgung zu bringen, bringen wir die Versorgung zu den Menschen. Zwei Fahrzeuge, gebaut für Pisten — hier ist, was darin steckt.

Der Schul-Truck ist ein Transportfahrzeug. Unterrichtet wird in der Schule und im Kindergarten, nicht an Bord.

01 02 03 04 05
Losfahren

Der Motor läuft. Fehlt nur die Strecke.

Danke, dass du bis hierher gelesen hast. Du weißt, wie viel es ausmacht, wenn Hilfe im richtigen Moment da ist — genau das machen diese beiden Fahrzeuge möglich, an jedem Tag, an dem sie unterwegs sind.

Lachendes Kind aus Mityana, Uganda
Zwei Kinder Arm in Arm vor dem Kindergarten in Mityana
Mädchen im orangenen Kleid in Mityana, Uganda