Uganda · in Umsetzung

Medizin- und Schultruck

Zwei Fahrzeuge, die Versorgung dorthin bringen, wo keine Straße hinführt. Die Anschaffung ist bezahlt. Jetzt entscheidet sich, wie oft sie rausfahren.

  • 144.851 € — Anschaffung und Umbau finanziert
  • Ein Medizintruck, ein Schultruck
  • Umbau abgeschlossen — auf dem Weg nach Uganda
Das eigentliche Problem

Nicht der Mangel an Einrichtungen. Die Entfernung dorthin.

Es gibt Ärztinnen in der Region. Es gibt Schulen — und seit März einen Kindergarten, den wir selbst gebaut haben. Was fehlt, ist die Strecke dazwischen. Wer sie zu Fuß zurücklegt, verliert einen Arbeitstag. Also geht er gar nicht erst los.

rund 40 km Das Dorf wo die Kinder leben Klinik & Schule wo die Hilfe wartet
Ein ganzer Tag

Hin und zurück zu Fuß, mit einem kranken Kind auf dem Arm, über Pisten statt Straßen.

Ein verlorener Tagelohn

Wer geht, verdient an diesem Tag nichts. Für viele Familien ist das die Entscheidung gegen den Arztbesuch.

Ein Kind weniger im Unterricht

Dieselbe Rechnung gilt für den Schulweg — und sie geht jeden Morgen neu auf.

Der Medizintruck

Medizin, die ankommt

Stell dir vor, du hast Fieber. Dein Kind hustet seit Tagen. Oder du erwartest ein Baby. Der nächste Arzt ist Stunden entfernt — und es gibt keinen Weg dorthin. Kein Auto. Keine Straße. Kein Geld. Nur warten, hoffen, aushalten.

Genau da setzt der Medizintruck an: ein ausgebauter Geländewagen, der dort hält, wo es sonst keine Versorgung gibt. Untersuchungen, Medikamente, Gesundheitsberatung, kleine Eingriffe — direkt im Dorf, an einem festen Wochentag, damit die Menschen wissen, wann er kommt.

Kein Wartezimmer. Kein Anfahrtsweg. Keine Hürde, die zwischen einem Menschen und seiner Behandlung steht.

Geöffneter Medizintruck mit medizinischer Ausstattung für die Region Mityana
Visualisierung des geplanten Innenausbaus

Ein Stück Würde auf vier Rädern.

Der Schultruck

Bildung braucht Räder

In Uganda heißt Schulweg meistens: laufen. Täglich, bei Sonne und bei Regen, kilometerweit — auch für die Kleinsten.

Ein kleiner Van ist bereits im Einsatz. Er war als Übergangslösung gedacht, und genau so verhält er sich: zu wenig Platz, zu wenig Sicherheit, nicht geländetauglich. In der Regenzeit wird der Schulweg zur Mutprobe — Pisten werden zu rutschigen Hängen, der Van bleibt stecken oder fällt ganz aus. Und ein Kind, das nicht abgeholt wird, bleibt an diesem Tag zu Hause.

Der Schultruck ersetzt ihn: robust, geländegängig, wetterfest, mit Platz für alle. Ein Schulbus, auf den auch im November Verlass ist.

Der Schultruck der Jona Foundation auf einer Piste bei Mityana im Abendlicht
Visualisierung des geplanten Schultrucks
Aufnahme aus der Werkstatt in Willich
Keine Visualisierung

Das sind sie

Zwei Mercedes Arocs, Allradfahrgestell, gebaut für Strecken ohne Asphalt. Auf dem Hof stehen sie fertig lackiert, in der Halle daneben liegt das zweite Fahrgestell auf der Bühne.

Bis hierher war der Truck eine Idee, ein Kostenvoranschlag, eine Zeichnung. Ab hier ist er ein Fahrzeug mit Kennzeichen, das nur noch an einen anderen Ort muss.

Stand der Umsetzung

Wo wir stehen

Das Meiste liegt hinter uns: Beide Fahrzeuge sind gebaut, umgerüstet und bezahlt. Jetzt geht es um Verschiffung, Papiere und die Menschen, die sie fahren werden — und wir zeigen es Schritt für Schritt.

01

Fahrzeuge beschafft

Erledigt

Zwei Mercedes Arocs mit Allradfahrgestell. Möglich wurde das, weil die Firma Osterath in Willich die Fahrzeuge vorfinanziert hat — wir mussten also nicht warten, bis die letzte Spende eingegangen war.

02

Umbau abgeschlossen

Erledigt

Bei Osterath sind aus zwei Fahrgestellen eine mobile Praxis und ein sicherer Schulbus geworden: Untersuchungsliege, Medikamentenschrank, Wasser- und Stromversorgung auf der einen Seite — Sitzbänke, Gurte und ein festes Dach auf der anderen.

03

Finanzierung gesichert

Erledigt

144.851 € sind zusammen, die Vorfinanzierung ist damit abgelöst. Kauf und Umbau beider Fahrzeuge sind vollständig gedeckt — nachzulesen in den Jahresberichten.

04

Verschiffung nach Uganda

Läuft gerade

Transport nach Mombasa, dann über Land nach Mityana. Zoll und Einfuhrpapiere bereiten wir gemeinsam mit unserem Team vor Ort vor. Es ist die letzte große Etappe, bevor die Trucks dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Dein Beitrag

Wie weit fährst du mit?

Wir rechnen nicht in Spendenstufen, sondern in Kilometern: Dein Betrag wird zu Strecke, Strecke wird zu Dorfbesuchen, Dorfbesuche werden zu Kindern, die versorgt oder gefahren werden. Zieh den Regler.

Grundlage: Betriebskosten pro Kilometer inklusive Treibstoff, Wartung und Reifen. Die Werte stammen aus unserer Projektkalkulation und werden jährlich nachgeführt.

150Euro
300Kilometer auf der Piste
1Dorfbesuche
45Kinder erreicht
Unsere Antwort

Wir drehen die Richtung um

Statt die Menschen zur Versorgung zu bringen, bringen wir die Versorgung zu den Menschen. Zwei Fahrzeuge, gebaut für Pisten — hier ist, was darin steckt.

Der Schul-Truck ist ein Transportfahrzeug. Unterrichtet wird in der Schule und im Kindergarten, nicht an Bord.

01 02 03 04 05
Losfahren

Der Motor läuft. Fehlt nur die Strecke.

Danke, dass du bis hierher gelesen hast. Du weißt, wie viel es ausmacht, wenn Hilfe im richtigen Moment da ist — genau das machen diese beiden Fahrzeuge möglich, an jedem Tag, an dem sie unterwegs sind.

Lachendes Kind aus Mityana, Uganda
Zwei Kinder Arm in Arm vor dem Kindergarten in Mityana
Mädchen im orangenen Kleid in Mityana, Uganda