Seit März 2025 ist unser Kindergarten in Mityana in Betrieb. Gebaut von Handwerkern aus der Region, geführt von einem ugandischen Team, vollständig durch Spenden finanziert.
In Mityana stand schon eine Grundschule, aufgebaut von unserer Partnerorganisation vor Ort. Wir haben sie uns angesehen und eine Frage mitgenommen: Was fehlt, damit die Kinder hier überhaupt ankommen?
Die Antwort lag vor der ersten Klasse. Also haben wir davor angesetzt — auf demselben Gelände, ein paar Schritte neben dem Schultor. Heute gehen dort 80 Kinder morgens in den Kindergarten und in ein paar Jahren nebenan weiter zur Schule.
Wir hätten das Geld auf viele Dörfer verteilen können. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden. Denn ein Kindergarten, der wirklich trägt, braucht mehr als ein Gebäude: Lehrkräfte, die bleiben. Essen, das jeden Tag da ist. Und eine Schule, in die die Kinder danach gehen können. Das baut man an einem Ort auf — nicht an zehn gleichzeitig.
So ist in Mityana kein Projekt entstanden, das irgendwann endet, sondern ein Alltag, der jeden Morgen wieder beginnt.


Eröffnungstag in Mityana, März 2025
Zieh den Regler, um zu sehen, was aus dem Entwurf geworden ist.
Links der Entwurf, rechts das fertige Gebäude — derselbe Blick, ein Jahr später.
Gemeinsam mit PMCO fällt die Wahl auf Mityana — der Kindergarten entsteht auf dem Gelände ihrer Grundschule.
41.502 € fließen in den Bau. Beauftragt werden Handwerker aus der Region — so bleibt das Geld im Ort.
Weitere 11.600 € gehen in Möbel, Lernmaterial und Außengelände. Das Team stellt Lehrkräfte ein.
Einweihung mit PMCO, der CityChurch, den Familien und einem eigens angereisten Team aus Deutschland.
80 Kinder kommen täglich. Die Trägerschaft liegt beim ugandischen Team, wir finanzieren mit und berichten offen darüber.
Dieser Kindergarten ist nicht nur ein Gebäude — er ist ein Ort voller Hoffnung, Bildung und Zukunftschancen.
Aus dem Eröffnungsbericht · März 2025
Der Bau ist abgeschlossen und vollständig aus Spenden finanziert. Kein Kredit, keine offene Lücke. Die Summe verteilt sich auf zwei Jahre und steht so auch in unseren Jahresberichten.
Was bleibt, sind die laufenden Kosten für Gehälter, Verpflegung und Material — der Teil, der einen Kindergarten am Leben hält, nachdem die Bauzäune weg sind. Getragen wird er von Patenschaften: monatliche Beiträge, mit denen Menschen einem Kind seinen Platz sichern. Diese Suche war erfolgreich — der Betrieb ist finanziert.
Jahresberichte und Finanzen ansehen →100 % der Spenden fließen ins Projekt.
Die Kinder, ein paar herzliche Worte und der Moment, in dem das Band durchschnitten wurde.
Film · 1:04 Minuten
Jeden Tag
Feste Lehrkräfte begleiten die ersten Lernjahre — Sprache, Sozialverhalten, Selbstvertrauen.
Die Kinder werden im Kindergarten verpflegt. Wer satt ist, kann lernen.
Feste Zeiten, feste Bezugspersonen. Und ältere Geschwister müssen nicht mehr aufpassen, sondern können selbst zur Schule.
Mit sechs wechseln die Kinder in die PMCO-Grundschule nebenan — in eine Schule, die sie längst kennen.
Auf dem Gelände
Ein Kindergarten besteht nicht aus Gruppenräumen allein. Vier Dinge gehören dazu, ohne die der Betrieb nicht funktionieren würde — und sie stecken mit in den Baukosten.
Toiletten und ausreichend Waschgelegenheiten für Kinder und Lehrkräfte, in einem separaten Haus. Wo Armut und fehlende Bildung zusammenkommen, wird Hygiene oft zurückgestellt — dabei lassen sich mit kleinen Gewohnheiten viele Krankheiten vermeiden.
Vor dem Essen, nach der Toilette, jeden Tag. Was die Kinder hier lernen, nehmen sie mit nach Hause — so erreicht der Kindergarten auch ihre Familien.
Der gesamte Kindergarten wird mit Sonnenenergie betrieben. Das macht ihn unabhängig vom Netz und senkt die laufenden Kosten dauerhaft.
Spielen ist bei den Kleinsten keine Pause vom Lernen, sondern die Form, in der es stattfindet. Deshalb gehört der Platz von Anfang an dazu.
Denn ein gesundes Kind lernt besser.


Julie und Ray — sie führen PMCO in Mityana
PMCO besteht seit 2019 und wird von Julie und Ray geleitet — sie leben in Mityana und kennen jede Familie, deren Kinder zu uns kommen. Seit Januar 2023 betreibt PMCO dort eine Grundschule; auf demselben Gelände steht jetzt unser Kindergarten.
Diese Nähe ist kein Zufall, sondern der Kern der Idee: Die Kinder wechseln später nicht in ein fremdes System, sondern gehen ein paar Schritte weiter über denselben Hof. Julie und Ray haben Planung und Bau vor Ort begleitet und führen den Betrieb heute eigenständig.
Unsere Rolle ist die eines Partners, nicht die eines Trägers: Wir finanzieren mit, begleiten und legen offen, wohin das Geld geht.
Mehr über PMCO →Was sich im ersten Betriebsjahr verändert hat.
Beitrag lesen→ News · 2025Der Bericht vom Tag der Einweihung.
Beitrag lesen→ TransparenzAlle Zahlen zum Nachlesen, geprüft und veröffentlicht.
Zur Übersicht→ ÜbersichtWoran wir sonst noch arbeiten.
Projekte ansehen→Ein Truck erreicht viele. Unser nächstes Projekt bringt medizinische Grundversorgung und Lernmaterial dorthin, wo keine Straße zur Schule führt — und baut auf dem auf, was in Mityana funktioniert hat.